Schwarz ist das neue Bunt

…oder: Mehr als nur „SAM hat´s gelesen/gehört.

Irgendwann vergangenen Montag entstand bei vielen: Nix geht mehr.

Facebook down.

Instagram down.

WhatsApp down.

Weltweit. Fast sieben Stunden lang.

Die Wellen schlugen höher: Sogar die Facebook-Aktion stürzte ab. In Zahlen: Facebook-Chef Mark Zuckerberg verlor mal eben 7 Milliarden Dollar. Dafür verzeichnete Twitter User-Höchststände.

Mir hat dieses Geschehen noch einmal vor Augen geführt, wie sehr wir uns von der Digitalisierung abhängig gemacht haben. In jedem Lebensbereich. Und ich gestehe: Ich finde das gut! Ja, es war ein Weckruf. Wenn auch nur ein kleiner.

Für mich macht es deutlich, wie weit wir uns alle von einander entfernen.

Versteh mich nicht falsch: Ich nutze auch Facebook, Whatsapp, Instagram. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass es uns weg von uns, weg von unserer Essenz führt.

Achtsamkeit und Selbstfürsorge ist in jedermanns Mund, aber beides geht unter. Schauen wir uns doch mal um. Setz Dich auf eine Bank oder schau mal in den Öffis: Wer hat den noch ein Buch in der Hand? Wo wird sich unterhalten? Wer schaut träumend aus dem Fenster?

Wir entfernen uns von einander und auch von uns selbst.

Ich bin FÜR die digitalen Medien, aber wohl dosiert. Gerade Facebook und Twitter verführen uns, uns weder unseren Problemen zu stellen noch den Blick für die schönen und wichtigen Dinge im Leben zu heben.

Der Aufschrei war vergangen Montag groß-dabei war das nur ein kleiner Teaser auf das, was passieren könnte, wenn wir weiter alles vernachlässigen was außerhalb der Digitalisierung liegt.

Online-Banking ist bequem. Aber ich habe mir die Möglichkeit gelassen auch offline und im Gespräch mit meinem Bankberater tätig sein zu können.

Etwas ist angebrannt und es wird ein Posting auf Facebook zur Beseitigung geschrieben-man könnte aber auch die Omi anrufen, die sich sicher freut und nach einem Tipp fragen.

Geburtstagsgeschenk gesucht? Klar, kann man online kaufen. Ich kann aber auch ins Geschäft gehen, mit der Verkäuferin erzählen und bar bezahlen.

Man stelle sich das mal vor: Kein Bargeldverkehr. Von der U-Bahn bis zum Buchladen alles nur digital zu buchen. Lebensmittel nur per Karte zu zahlen und Wasser- und Stromzufuhr nur noch per Computer regelbar und dann PENG. Ein Computer-Virus und dann? Dann geht wirklich nichts mehr!

Passen dazu habe ich erst neulich ein Hörspiel dazu gehört und kann es wärmstens empfehlen:

Mir hat dieser kleine Blackout am Montag bewusst gemacht, wieviel Zeit wir alle täglich in den „sozialen“ Netzwerken verbringen. Das hat durchaus Vorteile, wenn man krank ans Bett gefesselt ist. Wir dürfen aber nicht vergessen, das Leben wirklich zu leben. Lebendigkeit zu spüren.

Das bringt mich abschließend auf die Frage:

Wann oder wobei fühlst Du dich lebendig?

Wir lesen uns.

Good Vibrations.

SAM

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