Auf der Zielgeraden

Ich werde dieses Jahr unglaubliche 56 Jahre alt! Oft witzel ich, dass ich morgens 120 Jahre alt bin und vergessen habe tot umzufallen, tagsüber höchstens 35 und abends dann mein tatsächliches Alter erfahre.

Hab ich ein Problem mit dem Älter werden?

JA! Ganz eindeutig.

Grundsätzlich ist das ja erstmal nur eine Zahl und das mein Körper mit mir spricht, ich aber viel zu selten direkt auf ihn höre ist ja auch nicht das Schlechteste. Aber leider bin ich nun in einer Alterssparte angekommen, in der ich von gar nicht so wenigen Menschen als „alt“ bezeichnet werde und das stört mich gewaltig.

Es fühlt sich an, als ob mir die Zeit, Lebenszeit weg läuft und ich gar nicht mehr eben diese Lebenszeit habe, um das alles zu erleben, lernen und bewirken zu können, was ich mir so vorstelle. Ich habe wirklich durch diese Draufsicht auf mein Älterwerden durch die Gesellschaft und mein Umfeld, gejagdt zu werden und mich ständig beeilen zu müssen.

Da kommt mir die Blogparade von Marianna Sajaz ganz Recht:

108 Dinge, die ich noch erleben, lernen und bewirken will.

Eine andere Art Bucket List irgendwie.

Lernen und Wachsen

  1. Fließend italienisch sprechen. Wirklich ganz dringend. Das möchte ich schon seit 30 Jahren. Zum Einschwingen hab ich mich Anfang des Jahres bei Duolingo eingeschrieben und lerne nun seit 215 Tagen. Reicht es? Nein. Das ist wirklich nur ein Einstieg. Wie ich allerdings da intensiver angreifen sollte mit meinem Leben, ist mir momentan noch schleierhaft.
  2. Fließend englisch sprechen. In der Schule war ich da richtig gut. Aber wenn man es über Jahrzehnte nicht benutzt…verstehen kann ich immer noch gut, aber sprechen…und dann noch mit richtiger Satzstellung und Zeitform…puuuh
  3. Ich würde zu gern Buchbinden lernen!

Körper und Wohlbefinden

  1. Tai Chi / Qi Gong lernen-Ich war immer eine Yogini, aber mein übervolles Leben läßt schon Tränen der Erschöpfung aufsteigen, wenn ich auch nur die Yogamatte zur Hand nehme, denn liegen lassen kann ich sie aus Platzmangel nicht und schon gar nicht, wenn ich noch Blöcke, Meditationsbank, Gurte usw dazu legen muß. Dem möchte entgegen wirken bzw. Yoga mal gegen Tai Chi bzw Qi Gong ersetzen
  2. Früher gab es mal Dance for Fans und Aerobic. Im Internet habe ich eine Frau namens Misti gesehen, die auf dem Stuhl sitzend zur Musik zur Bewegung und zum mitmachen anregt. Das möchte ich unbedingt probieren.
  3. Laufen. Wirklich laufen. Vor Corona bin ich einfach losgewalkt und streckenweise auch gelaufen. 5 km. Und da ich ein Sport-Trauma hab, fühlte ich mich, ausgestattet mit riesiger Sonnenbrille zum dahinter Verstecken auch wenn keine Sonne schien, wie Wonder Woman. Leider ist das mit wachsender Care-Arbeit und eigenen gesundheitlichen Herausforderungen auf der Strecke geblieben. Dabei möchte ich laufen. Am Wasser. 5 km und mehr.
  4. Ich möchte zurück zu meiner Pflegeroutine finden. Das klingt nach nix, aber ehrlich gesagt bin morgens früh gegen vier Uhr noch so erschlagen und abends so müde, dass es nur zu minimalistischem Einsatz reicht. Das frustriert mich, aber mir fehlt die Kraft, das momentan zu ändern.

Beruf und Berufung

  1. Mein dringendster beruflicher Wunsch ist, Frauen zu inspirieren, zu unterstützen und ihnen zu helfen, sich selbst neu zu entdecken, ihren Weg zu finden, an sich zu glauben und für sich los zu gehen. Alles was ich mir ausdenke, hat in mir drinnen diese Überschrift, egal ob ich Bücher raus bringe, Kurse, Anleitungen, magisches Equipment, energetische Arbeit und Ausbildungen, etc.
  2. Ich möchte alle meine Roman-Ideen umsetzen. Leider fehlt es mir oft an an genug Selbstvertrauen, Zeit und Geld. Ja, Geld. Schon ein Korrektorat kostet ab 3 Euro pro Seite. Wenn so ein Roman im Durchschnitt 400 Seiten hat, kann man sich ausrechnen, wieviel Geld man aufbringen muß.
  3. Zwei von meinen bisher erschienen Büchern brauchen eine Überarbeitung!
  4. Meine Idee eines besonderen Malbuches wartet auch auf Umsetzung
  5. Eines meiner Bücher soll auch als Kurs erscheinen.
  6. Meine Impulskarten sind fertig und sie sind ein so großartiges, hilfreiches Tool! Richtig toll zur Persönlichkeitsentwicklung und Hilfe zur Selbsthilfe, aber die neuen Regeln und Steuerauflagen sowie Dinge rund ums Urheberrecht fest zu legen, machen es mir gerade unmöglich sie als haptisches Produkt auf dem Markt zu bringen. Ich habe zwar eine alternative Idee, aber die braucht wieder ZEIT.
  7. Mir fehlt meine künstlerische, bildende Arbeit. Ja, es ist auch ein Platz und Ordnungsproblem, aber nicht nur. Care-Arbeit ist eben eigentlich ein Fulltime-Job, auch wenn unsere Bundesregierung das ja neuerdings anders sieht. Und dann ist es einfach nicht mehr drin, den Schrank bei Seite zu schieben, die Treppe runter zu lassen, in den Spitzboden zu klettern, die Temperatur da oben zu ertragen und los zu legen-besonders, wenn da oben so ein Chaos herrscht, dass ich da auch erst mal noch gegen an muß.

Beitrag und Welt

  1. Ich wünsche mir sehr, dass meine Lieben mit Wohlgefühl an mich zurück denken. Als wissende, weise Frau, die lösungsorientiert die Probleme angeht und löst und dass sie daraus für sich Kraft ziehen. Bin ich dadurch ein People Pleasure? Nein. Ich hab schon sehr eigenen Kopf.
  2. Ich würde gern Enkel- und vielleicht sogar Urenkel erleben. Wenn sich das nicht einstellt, ist das eben so. Kinder zu haben oder auch nicht ist eine Entscheidung fürs Leben, in die ich niemandem reinquatsche. Hätte ich mir auch nicht sagen lassen.
  3. Ich würde gern Frieden erleben. Dabei will ich gar nicht vom Weltfrieden sprechen, aber die politischen Entwicklungen in Europa und Deutschlands Einstellung machen mir Angst und Bange. Manchmal frage ich mich, ob wir wirklich nichts gelernt haben.
  4. Klimaschutz ist eines meiner wichtigen Gedanken-Themen. Ohne Klimaschutz geht die Erde den Bach runter und für meinen Geschmack interessiert das die Bevölkerung und auch die amtierende Regierung noch zu wenig. Man muss nichts übers Knie brechen, aber wieder zurück in die Höhle wollen wir ja wohl alle nicht. Ich bin sehr dafür, dass jeder bei sich schaut, welchen Beitrag der leisten kann. Das kann sein, wenn möglich die Öffis nehmen, weniger Fleisch und wenn dann nur aus guter Tierhaltung essen, kein Gerät auf Stand by lassen, etc. HIER gibt es einen interessanten Beitrag dazu. Ich würde gern erleben, was wir erreichen könnten, wenn wir uns alle darauf einlassen würden.

Erleben und Abenteuer

Ich bin als junge Frau gern und viel gereist. Eine Art von Nachholbedürfnis habe ich tatsächlich nicht, ABER

  1. Italien würd ich gern noch bereisen

und damit komme ich zu

Genuss und Sinne

  1. Ich möchte in der Pizzeria aus „Eat, Pray, Love“ einkehren und die selbe Pizza essen, die auch Julia Roberts im gleichnamigen Film gegessen hat.

3+4+7+4+1+1 = nicht 108

Marianna schlug 108 Dinge vor. Ich bin zwar weniger gut in Mathe, aber selbst ich weiß: Ich hab es auf zwanzig gebracht und ehrlich, ich find das großartig!

Ich habe mir nichts verkniffen und möchte mir auch nicht von außen den Druck geben lassen, dass es unbedingt 108 sein müssen. Mir ist die Herkunft und Bedeutung dieser Zahl zwar bewußt, meine Mala hat ja auch nicht ohne Grund 108 Perlen, aber im Fall dieser Blogparade, sind meine zwanzig Punkte, MEINE zwanzig Punkte und für mich genau richtig.

Und genau darauf kommt es an: Es muß für mich stimmig sein.

Außerdem darf diese Liste ja unvollständig sein und ist sicher auch gut darin, veränderlich zu sein. Wer weiß also, ob und was ich an dieser Liste verändere. Ich geh einfach mal los. Die heutige italienisch Lektion wartet.

Hast Du auch so eine besondere Liste mit Dingen, die Du erleben möchtest?

Wir lesen uns.

Good Vibrations.

SAM

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