Perfekt unperfekt
Mein Insight zur Blogparade von Alexandra Bohlmann.
Im letzten Jahr ging es primär um meine oft unaufgeräumten Schreibtische. Dieses Jahr geht Alex mit ihrer Blogparade noch ein Stück weiter und fragt nach meinem Projektfriedhof.
Als ob ich den einen Projektfriedhof hätte…tse. Ich habe, aus Mangel an eigenem Platz, mehrere Schreibtische, mehrere Arbeitsplätze, mehrere Werkstätten, an verschiedenen Orten, wie soll es denn da einen Projektfriedhof geben?
Allerdings habe ich in den letzten Wochen auch gelernt mich immer wieder zu fragen: „Ist es ein to do oder ein Projekt?“ und was soll ich sagen: Ich habe Unmengen an Projekten! Und das macht die to do Liste wirklich erheblich kürzer, denn ein to do kann ich sofort und mit Endpunkt erledigen, bei meinen Projekten ist das anders. Die begleiten mich länger. Lange. Seeehr lange. Also manchmal Jahre, Jahrzehnte-äh gefühlt auch schon manchmal mein Leben lang.
Ist das per se schlecht?
Für mich nicht. Das Wort „Projekt“ allein gibt mir wirklich nur good vibrations und ein Gefühl von Boss Mom, Boss Girl, BOSS eben. Leitstute-Du weißt, was ich meine.
Ich befürchte ALLE meine unerledigten Projekte kann ich hier gar nicht aufzählen. Es sind wirklich zu viele. Andere will ich auch gar nicht öffentlich machen. Mir wurde schon einmal eine Projektidee gestohlen und das betrübt mich bis heute und leider werde ich auch immer wieder von einer Person aus meiner Vergangenheit gestalkt und ehrlich gesagt, muß ich diesem Menschen nicht auch noch Futter hin werfen. Aber ein paar unverfängliche unfertige Projekte will ich Dir gern zeigen.
Here we go:
Hier hast Du einen aktuellen Blick auf meinen Esszimmertisch.

Voll mit verschiedenen Papierstapeln, darunter und gerade nicht zu sehen, auch viele Ordner. Ja, das ist ein Projekt. Es gibt immer wieder kurze Phase, da ist es wirklich ein Esszimmertisch, an dem gegessen und gespielt wird, aber Care-Arbeit heißt auch immer wieder Behördenangelegenheiten und das bringt dann immer so ein Chaos.
Außerdem haben wir während ich hier schreibe den ersten des Monats und eigentlich heißt das, dass das vergangene Wochenede Steuervorbereitungswochenende gewesen ist. Aber ich hab mal wieder mit meiner Migräne gekuschelt, also liegt der Schiet eben auch noch hier. Und das ist ein monatliches Projekt.
DAS sind Recherche Kisten für verschiedene Buchprojekte.

Sie stehen im Wohnzimmer und ja, sie stören mich. Deshalb stehen sie schon HINTER meinem Sessel. Dann schau ich wenigstens nicht ständig drauf. Und wie das mit Rechercheunterlagen so ist befürchte ich, dass diese nie ganz verschwinden werden.
Diese Liste ist meine persönliche Kurs-Liste.

Meine Oma sagte schon, die beste Investition ist die, in sich selbst.
Leider sind Online-Kurse häufig zeitlich begrenzt, aber wenn nicht und es thematisch zu meiner Suche und/oder meine Interessen paßt, dann bin ich dabei. Mein sehr volles Leben mit seinen Herausforderungen zeigt aber auch, dass auch mein Tag nur 24 Stunden hat und deshalb, einmal zum Frühbucher-Preis erworben, liegen sie nun auf meiner Festplatte und warten dort auf mich. Fortbildung als Projekt.
Eine never-ending Projektstory ist ganz sicher auch mein Näh-Hobby.

Ich nähe sämtliche Kleidung selbst und verschenke in der Regel auch nur Selbstgemachtes. Deshalb sieht meine Näh-Ecke auch entsprechend aus…, äh wobei…also ich hab auch noch die aktuellen angefangen Nähprojekte in der Küche auf dem Stuhl und im Schlafzimmerschrank und in der Ecke vom Schlafzimmer…ohmannnn.
Reparieren ist Liebe

Vom to do zum Projekt wurde mittlerweile alles, was geliebt, zerliebt und geflickt werden müsste. Seufz. Tatsächlich repariere ich auch gern. Ich stopfe sogar Socken, weil wir hier gern bunte selbst gestrickte tragen, aber irgendwie fehlt mir die Zeit und wenn ich Zeit hab, dann bin ich so müde, dass ich kaum noch scharf sehen kann.
Wartende Kunst

Ein mir eigentlich so wichtiges Projekt meine Teilnahme an der Schachtelkunst für den Kunstautomaten von Roberta Bergmann. Und obwohl ganz oben auf meiner ich-will-Liste, hab ich es bis heute, ein Jahr nach Anmeldung und den zugesandten Materialien bis heute nicht geschafft, meine 10 Schachteln künstlerisch zu bestücken. Und ich schäme mich auch wirklich dafür. Mittlerweile hat Roberta ein weiteres Projekt ins Leben gerufen und ich hab mich gar nicht erst getraut, mich dafür zu melden.
Ich schreibe, also bin ich Autorin-wenn ich schreibe…

Das ist ein Einblick in meine Schreibprojekte. Mein mittlerweile verstorbener Onkel hat mir vor zwei Jahren das Schreibprogramm Papyrus geschenkt und das war und ist ein echte Erleichterung. Leider liegen hier mittlerweile alle Buchideen ebenfalls bracht. Die Care-Arbeit hat momentan sowas von überhand genommen, dass ich mir nicht die berühmte Stunde frei schaufeln kann, dabei steh ich schon früh um vier auf, um nicht unter zu gehen.
Von Herzen

Mein echtes Herzensprojekt hast Du bestimmt schon einmal auszugsweise kennengelernt, denn ich arbeite seit Jahren daran. Immer wieder. Meine Impulskarten. Alles inhaltlich zu erstellen war gegen die technischen und monetären Herausforderungen ein Klacks! Dennoch bin ich davon überzeugt: DIESES Jahr klappt es und ich werde einen Weg finden, die Karten für kleines Geld und für Dich und mich wertvoll auf den Markt zu bringen. Ich glaube ganz ganz fest daran, dieses Projekt 2026 endlich zu einem glücklichen Ende zu führen!
Bücher Bücher Bücher

HIER siehst Du meinen SuB. Meinen Stapel ungelesener Bücher. Und wenn ich ehrlich bin, ist es nicht nur dieser eine. Es gibt noch einen im Schlafzimmer, einen unterm Wohnzimmertisch, einen im Bad und wenn ich ins Bett gehe, dann liegen wirklich drei verschiedene Bücher auf meinem Nachtkästchen und drei Bücher übereinander sind eben auch schon ein Stapel. Diese SuBs sind für mich Projekte, weil ICH eines bin und häufig, wenn auch nicht nur, Bücher zu lesen sind, die irgendwie mit Gesundheit und Krankheit zu tun haben. Und sei es, dass es Bücher zu Kräutern, Yoga, TaiChi, Atmung oder was auch immer sind.
Und ich

Ich bin mein lebenslanges Projekt! Nicht unbedingt und zwingend als ständig verbesserungswürdig, aber ich finde, das einzig Beständige ist die Veränderung und daraus resultiert für mich, dass ich aus meinem körperlichen, seelischen, emotionalen Selbst das Projekt ICH hab entstehen lassen. Ich ziehe mal einen Filmtitel dazu heran: ICH-einfach unverbesserlich und doch immer unterwegs-auch im übertragenen Sinne.
Hast Du auch was in der Warteschleife?
Wir lesen uns.
Good Vibrations
SAM



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