Die Farbe meiner Kindheit
Eine Blogparade von Susanne Heinen und mein Beitrag dazu.
Schreiben, also gerade bloggen, und Farbe! Wenn das nicht meine Kombi ist, weiß ich auch nicht! Jedenfalls hat Susanne mal wieder total meinen Zahn getroffen-im besten Sinne.
Die kleine Simone
Als ich ihren Aufruf gelesen hab, kam mir doch sofort eine Farbe vor das innere Auge gesprungen und ich sah mich als kleines Mädchen:
Die kleine Simone, ein echtes Draußen- und Dorf-Kind, umgeben von viiiel stillem grün. Sandwegen, die ich mit meinem roten Puky-Fahrrad abradelte, geschützt von Bäumen durch deren Blätter die Sonne blitzte. Barfuß im Graben mit kühlem fließendem, gurgelnden Wasser bis über die Knöchel stehend und dunkele überreife Brombeeren naschend, die am Rande eine dichte stachelige Umrandung bildeten. HACH ja…
Und die Farbe. Die Farbe meiner Kindheit.
Nein, ich wollte sie nicht annehmen. Ich dachte wirklich es sei eine andere und hab das erst einmal etwas in mir ruhen und reifen lassen. Ich habe sogar darüber meditiert. Aber die Farbe meiner Kindheit blieb. Zeigte sich beständig und immer gleich und in mir kam die Frage auf, warum ich denn lieber eine andere haben wolle.
Ich weiß es noch immer nicht.
Trotzdem erscheint sie auch jetzt, während ich hier blogge direkt vor meinem inneren Auge, tief in mir drin und breitet sich aus, auch über meinen Körper hinaus.
Ich bin lange genug, was ich bin und tauche tief hinein, immer auf der Suche danach, was mir diese Farbe, die ich gar nicht bewusst gewählt habe und auch nicht hätte, wohl sagen will.
Ein tragischer Verlust
Außerdem fällt mir ein, dass ich vor 20 Jahren einmal ein Bild in genau dieser Farbe gemalt habe. Ich wurde angefragt, angeblich von einem Verlag (heut wäre ich besser informiert), ob ich das Bild für ein Buchcover gegen Bezahlung her geben würde. Damals hatte ich keinen Drucker, keinen Kopierer und hier gab es im Umkreis von 100 km auch keinen Copyshop. Ich schickte das Original und sah es nie wieder. Auch auf Nachfrage nicht.

Kann dieses Erlebnis für mich so traumatisch gewesen sein, dass ich das Erscheinen dieser Farbe als „Farbe meiner Kindheit“ deshalb heute ablehne? Ist der Schmerz noch immer zu groß?
Der Titel dieses Bildes ist „Lichttänzer“ und damit wird schon klarer, um welche Farbe sich meine Kindheit unbewußt dreht.
Sie symbolisiert Lebensfreude, Erleuchtung und Optimismus. Sie fördert Kreativität und vertreibt negative Gedanken. Die Kunstwelt nutzt sie gezielt zur Darstellung von göttlichem Licht, emotionaler Ekstase oder auch drückender Hitze. Sie ist die hellste und intensivste Farbe auf der Palette und zieht das Auge sofort an, bricht auch mit traditionellen Bildregeln und steht oft für göttliche Energie, Wärme und das Ewige, für göttliche Präsenz und höchste Erkenntnis. Sie verkörpert das reine, ungefilterte Licht der Schöpfung, das Dunkelheit und Unwissenheit vertreibt.
Ich find mich im Verständnis dieser Beschreibung schon sehr wieder!
Die Kehrseite
Wo Licht ist, ist auch Schatten und wird der Farbe auch die ambivalenten Symbole von Neid, Geiz oder Täuschung zu geschrieben.
Katze aus dem Sack
Hast Du gewußt, dass vor gefühlt 100 Jahren Entspannungs-Pädagogik studiert habe? Meine Abschlußarbeit widmete sich der Chakrenlehre.
Das Solaplexus-Chakra (Manipura) steht im hinduistischen Chakren-System für gelb und für das dritte Energiezentrum über dem Bauchnabel. Ein gleißendes, klares Gelb symbolisiert hier persönliche Macht, Willenskraft, Selbstvertrauen und die innere Sonne des Menschen.

Ja, die Farbe meiner Kindheit zeigt sich mir als gleißendes Gelb, an den ganz äußeren Rändern mit eeetwas orange oder dunkelgelb.
Spirituelle Kernbedeutungen
Im Buddhismus ist Gelb (oft als Safran- oder Goldgelb) die Farbe der höchsten Stufe der Erleuchtung als inneres Licht, der Entsagung und der Weisheit. Die Kleidung der Mönche spiegeln dieses innere, strahlende Licht wider. Aber auch in der christlichen Mystik und der westlichen Esoterik hat das gleißende Gelb eine Bedeutung. Es steht für den Verstand im Dienste des Geistes. Ein hellgelber Heiligenschein wie du ihn auf einigen Gemälden sehen kannst oder eine gelbe Aura zeigt eine hochentwickelte Seele mit tiefer spiritueller Einsicht und Weisheit an.
In der Alchemie (Naturphilosophie) symbolisiert das strahlende Gelb (Citrinitas) die Phase des Erwachens und den Übergang zur finalen Verwandlung unedler Stoffe in reines, spirituelles Gold.
Da ich unter anderem auch den Heilsteinen seit 30 Jahren sehr zugetan bin und falls Dich vielleicht auch das gleißende Gelb aus deiner Kindheit begleitet, hab ich hier noch eine Auswahl an Steinentsprechungen im Gepäck Angaben ohne Gewähr-reine persönliche Erfahrungs- und Lernwerte):
Citrin: Dieser Stein gilt als der kraftvollste Kristall für das Solarplexus-Chakra. Er verkörpert die reine Sonnenenergie, zieht Erfolg sowie Fülle an und reinigt das Energiefeld von Negativität.
Gelber Calcit: Ein sanfter, aber tief wirkender Stein für die spirituelle Entwicklung. Er verstärkt die geistige Klarheit, unterstützt das Erinnern an Träume und verbindet das persönliche Ego mit der höheren spirituellen Führung.
Gelber Jaspis: Dieser Stein spendet Mut, Ausdauer und erdende spirituelle Kraft. Er schützt die Aura auf langen spirituellen Reisen und hilft dabei, Eingebungen im Alltag Manifestation zu verleihen.
Goldquarz: Ein Bergkristall mit natürlichen Eisenoxideinschlüssen, der als Meister-Heilstein gilt. Er leitet gleißend goldenes Licht direkt in die Zellen und die Aura, um tiefsitzende Blockaden auf allen Ebenen aufzulösen.
Und die Kräuterhexe…
…in mir mag super gern Kamillentee (auch wenn viele sagen, da baden sie nur eitrige Fußnägel drin *lach*) und mich begeistert die Heilwirkung von Ringelblume und Johanniskraut schon beim Anblick der Pflanzen. So sanft und dennoch noch vielseitig und kraftvoll!
Dieses Jahr bin ich sogar unter die Gärtner gegangen und habe die Gelegenheit bekommen auf dem landwirtschaftlichen Grundstück einer Freundin erste Selbstanbau-Versuche zu starten. Und was ist da unter anderem zu finden?
Richtig: Ringelblume, Johanniskraut und Kamille!



Mir scheint, die Farbe meiner Kindheit erinnert mich daran, dass ich mich vielleicht nicht immer nach kraftvollem Optimismus, Kreativität und Selbstvertrauen fühle, aber sie doch zu meiner Essenz gehören, genauso wie die Tatsache, dass ich angebunden und verbunden mit der Göttlichkeit oder wie auch immer es für Dich heißt, bin.
Ich glaub, ich such mir grad einen Citrin- und wenn ich hab, auch ein Armband aus gelbem Jaspis heraus und koch mir einen Kamillentee. Mein Bauch und meine Seele machen mir seit Tagen Probleme und vielleicht darf ich so die Verbindung zu mir selbst und zum Universum stärken, frei nach dem Motto „tu was du kannst, mit dem was du hast“.
Wir lesen uns.
Good Vibrations.
SAM



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