To want 1Q-2026

Klingt kryptisch, nicht wahr: 1Q-2026? Ist aber kein Geheimcode sondern bedeutet schlicht: Meine to-want-Liste für das erste Quartal 2026. Und ich gebe es zu: Ich schreib sie gerade wenig motiviert. Wir haben Monatsmitte und hier geht es schon wieder drunter und drüber. Warum ich sie trotzdem schreibe? Nun ich hoffe, ich habe dann mehr Überblick und fühle mich weniger verloren.

Dazu ziehe ich die Liste vom vierten Quartal 2025 und meine „erstmal aus dem Kopf raus-Liste“, die sich jede Woche verändert.

Nun mal grob sortieren. Und das mach schon mal anders als im letzten Quartal 2025. Meine Sortierung wird diesmal sein:

Was ist wichtig, was dringend, was kann warten, was kann jemand anderes erledigen und was vielleicht am Ende weg fallen? Dabei bleibt meine Liste fürs erste Quartal flexibel, denn manches ergibt sich spontan und muß dann ebenfalls nach meiner Sortierung geprüft und ggf. hinzugefügt werden.

Dringend zu erledigen

  • ZEIT Wissen Abo kündigen
  • Stern Abo kündigen
  • Ionos kündigen
  • Versicherung für entsorgte Spülma kündigen
  • verschiedene Behörden Briefe erledigen
  • Skizzenbuch-Beitrag fertig machen
  • Skizzenbuch weiter schicken
  • Meine Mutter zum Kieferchirurgen bringen
  • mit krankem Kind verschiedene Krankenhäuser und Fachärzte aufsuchen

Wichtig, aber nicht dringend

  • Schachtelkunst für Kunstautomatenprojekt kreieren
  • Schreibprogramm ans laufen bringen
  • Acht Arzttermine für mich und den Rest der Familie wahrnehmen
  • schreiben (bei vier Projekten in der Pipeline sollte das doch irgendwo weiter gehen)
  • Behördentermin wahrnehmen
  • Geburtstag meines Ältesten
  • Geburtstag mein Vater

Das kann warten

  • Besuch-wo auch immer, wer auch immer. ICH kann nicht mehr und brauche Pause
  • Website überdenken
  • Mit Michaela über Website sprechen
  • Shopsystem erneuern
  • DB aufräumen
  • Vorratskeller aufräumen
  • Nachlass entrümpeln
  • Termin Optiker ausmachen
  • Kontakt Steuerberaterin
  • Vokabelhaft anlegen
  • Migränetagebuch erneuern
  • Architekt kontaktieren
  • Ofenbauer kontaktieren
  • Elektriker kontaktieren

Das kann jemand anderes übernehmen

  • Badewanne putzen
  • Dusche putzen
  • Schränke putzen
  • Auto aufräumen

Meine Vision und Version 2026 – Wer bin ich?

Ich sag es mal philosophisch mit Richard David Precht: Wer bin ich und wenn ja, wieviele?

Seufz.

Spontan würde ich sagen: Ich weiß es nicht mehr.

So viele Jahre Not und Elend, aber trotzdem haben sie nicht dazu geführt, dass ich keine Träume und keine Wunschvorstellung von mir und meinem Leben habe. Allerdings darf ich weiter lernen.

Ich musste einsehen, dass ich zwar Autorin, Künstlerin, kundig in alternativen Heilmethoden, Energetikerin und Kräuterfrau bin, allerdings nichts davon meine Lebenspriorität hat. Das hier zuzugeben, ist ein wahnsinnig großer Schritt mit viel und schmerzhaftem Anlauf gewesen.

Vielleicht muss man gar nicht immer und aus allen Rollen und sofort aussteigen.

Ich habe gelernt, dass ich meine Rolle als verantwortliche Versorgerin in allen Farben und Schattierungen gar nicht ablegen will. Ich möchte nur Raum, für meine Vielseitigkeit. Und ich finde, nach laaangem Nachdenken und -spüren, ist das auch nichts toxisches sondern eine Entscheidung für MICH und mein Wohlgefühl. Das ist nicht immer eine bequeme rosarote Wolke, aber es ist DAS was mir am wichtigsten im Leben ist: Meine kleine Familie, für die bereit bin, alles zu tun. Es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit, diese Rolle anzunehmen und zu leben und nicht mehr dagegen anzukämpfen. Ich bin so. Ich mag das, auch wenn es mir oft über den Kopf wächst, denn Care-Arbeit und dann noch wie in meinem Fall, für mehr als eine Person, ist eben auch kein Zuckerschlecken. Aber es hat eben diesen Stellenwert für mich, WEIL es mich emotional sichert. Und das bedeutet dann auch z. B. Nachlass verwalten, Fehler entdecken, für die Zukunft neu ausrichten. Wenn ich so voll bin mit diesen Dingen, fehlt eben dann Kraft, Zeit, Raum für Kreativität. Zumindest so, wie ich sie will: Allein mit mir im Spitzboden-Studio. Diese Kreativität ist mir zwar wichtig und kommt gleich nach der ersten Prio, aber darf eben auch dahinter stehen und warten. Das macht mich zwar häufig auch traurig, wenn ich erledigt und mit schmerzendem Körper im Bett liege, aber das gehört dann eben auch dazu. In mir wächst gerade ein neuer Gedanke:

Ich werde mal schauen, ob meine Unterwegs-Tasche mit allem möglichen, was einem das Warten netter machen kann, da nicht Hilfe für Alltagskreativität bringt.

Ich bin alles andere als bibelfest, aber irgendwo steht:

 „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde: eine Zeit zu gebären und eine Zeit zu sterben, eine Zeit zu pflanzen und eine Zeit auszureißen, was gepflanzt ist…“.  – Buch Kohelet (Prediger) 3,1-8 (AT) ?

Noch schöner, weil für mich eingängiger ist der Songtext von Peter Maffay dazu:

Alles im Leben hat seine Zeit
Zu schweigen, zu reden, allein und zu zweit.
Weinen und Lachen, Ernten und Säen, Zerstören und Bauen
Kinder, Männer und Frauen

Alles im Leben hat seine Zeit,
Verdammen, Vergeben, Freude und Leid
Verlieren und Finden, Entstehen und Vergehen
Und manchmal erblinden und dabei doch klar zu sehn

A und O, Liebe und Hass,
es gibt diesen Schlüssel für alles und jegliches Maß.
Es gibt die Treue, die Hoffnung und manchmal Versöhnung und Streit,
glaub mir, alles auf dieser Welt hat seine Zeit.

Es gibt diesen Trost und die Zuversicht,
es gibt die Sonne und im Dunkeln das Licht.
Es gibt die Hoffnung, die Leben erhellt,
es gibt den wahren König der Welt.

A und O, Liebe und Hass,
es gibt diesen Schlüssel für alles und jegliches Maß.
Es gibt die Treue, die Hoffnung und manchmal Versöhnung und Streit,
glaub mir, alles auf dieser Welt hat seine Zeit.

Er ist Anfang und Ende zugleich,
er macht uns arm und unendlich reich.
Denn er ist die Kraft und die Ewigkeit
Und nur er besiegt die Zeit.
Denn er ist die Kraft und die Ewigkeit
und nur er besiegt die Zeit.
Denn nur er besiegt für alle Zeit die Zeit. – Peter Maffay

Sicherheit ist mein oberster persönlicher Wert. Alles zielt immer darauf hin. Eine Wahnsinns-Erkenntnis, dass mein Handeln meinem Wert entspringt und nicht von außen auferlegt ist. Hat mich Jahre gekostet.

Natürlich kann man das psychologisieren und ganz sicher findet man da ganz tiefe Täler und dunkle Ereignisse, die zu diesem Sicherheitsbedürfnis geführt haben. Aber Sicherheit ist erstmal per se nichts schlechtes. Ich kann jetzt dazu stehen.

Ich denke das Thema „Sicherheit“ ist nicht nur für das erste Quartal wichtig oder 2026 im ganzen. Für mich ist es ein Lebensthema und ich bin davon überzeugt, dass es ganz viele Farben hat. Vielleicht trau ich mich mal und freue mich darauf, diese Sicherheitsfarben in meinem Leben zu entdecken. Als buntes Seelenpflaster.

Bleib mir gewogen und lies meine Gedanken und Erfahrungen dazu mit.

Wir lesen uns.

Good Vibrations.

SAM

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